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Von Rodgauern für Rodgauer Drucken
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5und2 - Die Suppenküche e.V.

Getreu dem Motto „Frage nicht, was deine Stadt für Dich tun kann, sondern frage Dich, was Du für deine Stadt tun kannst!“ (frei nach J. F. Kennedy) möchten wir an dieser Stelle Rodgauer Bürger vorstellen, die ehrenamtlich etwas Gutes für ihre Stadt und ihre Mitbürger leisten.

 

„Jeder ist in irgendeiner Art und Weise bedürftig“, erklärt die Vorsitzende Ines Hitzel vom Verein, „und jeder ist bei uns willkommen.“ Jeden Mittwoch bietet die Suppenküche „5und2“ für alle die wollen, können und müssen eine frisch zubereitete warme Mahlzeit an. Denn Armut schlägt bis Rodgau durch, Bedürftige gibt es nicht nur in Großstädten in der Nähe, sondern auch hier vor Ort. Zunehmende soziale Kälte, mangelndes öffentliches Interesse, leere Kassen - all diese Faktoren führen zu einer immer größeren Anzahl Menschen, die auf die eine oder andere Art aufgefangen werden müssen. „Besonders die Altersarmut wächst, auch hier.

Schon jetzt reichen die Renten kaum noch, wer in den kommenden Jahren in Rente geht, wird dies noch stärker merken“, befürchtet Elisabeth Legel von der Suppenküche.Die Zahl der offiziell Bedürftigen und Betroffenen liege allein in Nieder-Roden bei etwa 300 bis 500. Dennoch hat sich der Verein bewusst dafür entschieden, für jeden offen zu sein und sein Angebot nicht zu begrenzen. Denn nicht nur Sozialhilfeempfänger und Obdachlose, sondern auch alleinstehende Mütter mit Kindern und alleinlebende Rentner finden neben einem leckeren mehrgängigen Menü auch die Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen und die Sorgen des Alltags für einige Zeit beiseite zu legen. Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht vermutet, kommt diese Offenheit gerade wieder den tatsächlich Bedürftigen zugute. Die Hemmschwelle liegt meist so hoch, dass viele Menschen solche Angebote aus Scham nicht annehmen. Bei der Suppenküche 5und2 entsteht diese Peinlichkeit jedoch erst gar nicht, denn für Außenstehende ist überhaupt nicht zu erkennen, wer denn nun tatsächlich bedürftig ist, oder aus anderen Gründen das Angebot eines warmen Mittagsessens annimmt. So sind auch einige Unternehmer und Geschäftsleute unter den Besuchern, die aus Solidarität mit dem Grundgedanken der Suppenküche kommen und sich im Stillen finanziell engagieren.

Seit einiger Zeit kommen auch verstärkt Kinder nach der Schule, die zuhause kein warmes Essen erwartet, und machen dort ihre Hausaufgaben. Nach dem gemeinsamen Mittagessen gibt es anschließend noch Kaffee und Kuchen in gemütlicher Atmosphäre. Und auch wer einen Rat, ein nettes Gespräch oder einfach nur Gesellschaft sucht, wird Mittwochs im katholischen Pfarrzentrum in Nieder-Roden fündig. Inzwischen ist das gemeinsame Mittagessen für viele Alleinlebende zum Höhepunkt der Woche geworden und viele Freundschaften entstanden.Seit über einem halben Jahr wird am Mittwoch vor dem Essen sogar gemeinsam gestrickt und auch ein Kindertag, initiiert und geplant von Doris Ritter, bereichert in den Schulferien das Angebot der Suppenküche.

Zusätzlich unterstützt die Suppenküche seit den Weihnachtsferien letztes Jahr auch die Aktion der Caritas finanziell, die bedürftigen Familien einen Familien-urlaub ermöglicht.Gegründet wurde der Verein „5und2 - Die Suppenküche“ Ende November 2009. Die Idee stammte von Ines Hitzel, Kirsten Franz und Beate Jörg, die alle drei in der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Matthias engagiert sind. Und obwohl die Pfarrei das Projekt unterstützt, legt die Suppenküche besonderen großen Wert darauf, konfessionell ungebunden und ohne politische Orientierung unabhängig zu agieren, auch wenn dem sozialen Ziel christliche Erwägungen zugrunde liegen. Als Vorbild diente die „Gütersloher Suppenküche“, mit der der Verein in der Gründungsphase auch mehrfach Kontakt hatte.

Waren es anfangs noch fünf bis zehn Leute die versorgt wurden, ist die Kapazität mit etwa 140 Personen ausgeschöpft. Derzeit sind rund 35 Helfer im Verein aktiv. Doch die sind auch dringend notwendig, denn zu tun gibt es vieles. Im Vorfeld müssen die Lebensmittel von Spendern abgeholt und gelagert werden. Während am frühen Mittwoch aufgebaut wird, schwingt das Küchenteam rund um Ellen und Herbert Schneider, sowie Doris Ritter bereits die Kochlöffel und bereitet die Essen vor, einmal mit und einmal ohne Fleisch. Wenn es dann um 12 Uhr losgeht, servieren die Helfer innerhalb einer Stunde rund 120 Essen an die Gäste.Zwar erfährt der Verein Zuspruch von vielen Händlern, Bäckereien und freiwilligen Helfern und steht finanziell auf gesunden Füßen, ist aber komplett auf Spenden angewiesen.

www.5und2.de

Tel: 06106 2599308 (AB)